Politkolumne: Klimaschutz dank Biodiversität

Medienmitteilung

Politkolumne: Klimaschutz dank Biodiversität

 

Nils Birkeland, Landrat Glarus (Mitte):

Im Jahr 2023 erreichte die globale Temperatur eine neue Höchst-Marke und 2024 wird wohl noch heisser zu werden.

Wir wissen heute, wer und was für diesen Temperatur-Anstieg verantwortlich ist. Es sind wir Menschen und Treibhausgase wie CO2. Sie entstehen, wenn fossile Brennstoffe verbrannt und deren Abgase ungefiltert in die Luft ausgestossen werden.

Wir wissen auch, was wann gemacht werden muss, um in Zukunft den Temperatur-Anstieg zu stoppen und die Klimaziele zu erreichen. Es gilt die Treibhausgas-Emission schnell zu reduzieren sowie bereits ausgestossene Emissionen wieder einzufangen.

Wir sehen, dass schnelles Handeln jetzt gefragt ist.  Denn länger andauernde Hitzewellen und Trockenheit führen vermehrt zu jährlichen Jahrhundert-Unwetter und drastisch sinkender Biodiversität. Dies verteuert viele Produkte, vermindert die Leistungsfähigkeit der Böden und führt zum Wert-Verlust durch Umzonung von Wohn- in Gefahrengebiete. Wir können die Treibhausgas-Emission z.B. über neue Heizsysteme und effizientere Verkehrsmittel und Umstieg auf erneuerbare Energien reduzieren. Zusätzlich sind wir gefordert, bereits ausgestossene Treibhausgase wieder “einzufangen”. Am preis-günstigsten wird CO2 eingefangen in natürlichen Senken wie Wälder, Seen, Hoch- und Flachmoore. Deren Ökosysteme wandeln CO2 permanent in u.a. Glukose um, so dass es der Luft entnommen ist. Solange das Ökosystem mit ihrer zwingend benötigten Biodiversität intakt ist, bleibt das CO2 grösstenteils gebunden.

Gemäss dem neu erschienenen und kürzlich in dieser Zeitung vorgestelltem «Rating der kantonalen Energie- und Klimapolitik» hat der Kanton Glarus zwar seine Minimalanforderun-gen umgesetzt, jedoch weist er kaum Ziele und Massnahmen aus und ist fast das Schluss-licht aller Kantone. Das beweist, der Kanton Glarus hat sehr grossen Handlungsbedarf. Für die Zukunft ist es demnach sinnvoll, auch hier Ziele zu setzen und schützenswerte Gebiete zu fördern, um damit weitere natürliche CO2 Senken zu erhalten.

Hier können auch Sie mit Ihrer JA-Stimme zur Biodiversitäts-Initiative einen wichtigen Beitrag leisten. Diese notwendige Volksinitiative möchte die Bundesverfassung wie folgt erweitern, dass a) «die zur Sicherung und Stärkung der Biodiversität erforderlichen Flächen, Mittel und Instrumente zur Verfügung stehen» und b) «der Bund die Massnahmen der Kantone zur Sicherung und Stärkung der Biodiversität unterstützt».

Das ist für unser Kanton doppelt positiv, weil z.B. mehr Bundesfinanzen die dringenden und bekannten Umsetzungen der kantonale Biodiversitätsstrategie ermöglichen und unser Budget schonen. Nichtstun kostet ein Mehrfaches für unsere Nachkommen.

Mit einem JA können Sie bei uns sparen und schweizweit natürliche CO2 Senken fördern, die für das zukünftige Wohl aller Lebewesen überlebenswichtig sind.